Die Wirkung der Heilkräuter: von stark über mäßig bis mild.
Die klassische Zubereitung von Heilpflanzen ist der Tee: Die Wirkstoffe der Pflanzen gelangen über den Verdauungstrakt in den Körper. Die Zubereitungsvorschriften der einzelnen Kräuter stellen sicher, dass der Tee auch die optimale Wirkung hat. Fragen Sie in Ihrer Apotheke danach – dort kaufen Sie am besten auch Ihre Heilpflanzen in Arzneibuchqualität. Harte Kräuterbestandteile (z.B. Rinden, Stängel oder Wurzeln) werden gekocht (Abkochung oder Absud), bis sie ihre Wirkstoffe freigeben. Getrocknete Blätter und Blüten werden mit kochendem Wasser übergossen und etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen gelassen (Aufguss). Manche Kräuter müssen kalt angesetzt werden, dann wird abgegossen und der Tee erwärmt (Kaltauszug). Elixiere (Auszug mit Alkohol und Zucker), Tinkturen oder Extrakte (alkoholische Auszüge), Kräutersäfte (durch Auspressen der Frischpflanzen), Tonika und Sirupe (mit Zucker veredelter Aufgüsse, oft mit anderen gesundheitsfördernden Substanzen angereichert), Kräuteröle, Kräutersalben und – Pasten, Kräuterweine und Kräuterliköre, Kräuterschnäpse und Mixturen können aus Kräutern hergestellt werden. Viele standardisierte (mit einem gleich bleibenden geprüften Wirkstoffgehalt) Zubereitungen von Heilkräutern und Fertigarzneimittel auf pflanzlicher Basis sind in der Apotheke erhältlich.

Auch Kräuterbäder sind eine wahre Wohltat. Wirkstoffe, die im Badewasser gelöst sind, gelangen durch die Haut in den Körper und werden zusätzlich, soweit sie flüchtig sind, über die Atemwege aufgenommen. Auch bei der Inhalation gelangen die Wirkstoffe der Heilkräuter über die Atemwege in den Körper.

Die Einsatzgebiete der Heilkräuter
Die meisten Heilpflanzen sind für mehrere Einsatzgebiete geeignet. In der folgenden Liste haben wir die Hauptwirkungen der bekanntesten Heilpflanzen aufgelistet. Die wichtigsten Heilpflanzen, geordnet nach Anwendungsbereichen:

  • Für die Atemwege:
    Eukalyptus, Anis, Fenchel, Kümmel, Eibisch, Schlüsselblume, Thymian, Spitzwegerich Isländisch Moos, Veilchen
  • Für die Haut (entzündungshemmend):
    Arnika, Kamille, Blutwurz, Johanniskraut (-öl), Ringelblume
  • Für die Schleimhaut im Mund, zum Gurgeln, für den Magen:
    Blutwurz, Eibisch, Salbei
  • Für die Verdauungsorgane:
    Krampflösend: Kamille, Pfefferminze, Blähungswidrig: Kümmel, Fenchel, Anis
    Abführend: (nicht für den Dauergebrauch!) Faulbaumrinde, Sennesblätter
    Stopfend: Heidelbeere
    Appetitanregend: Tausendgüldenkraut, Wermut (für Schwangere verboten)
  • Für Niere und Blase:
    Entzündungshemmend: Bärentraube
    Harntreibend: Birke, Brennnessel, Löwenzahn, Wacholder (nicht für Schwangere geeignet), Zinnkraut
    Krampflösend: Bruchkraut Blutreinigend: Brennnessel, Löwenzahn
  • Für Leber und Galle:
    Löwenzahn, Mariendistel
  • Für die Nerven:
    Beruhigend: Baldrian, Hafer, Hopfen, Lavendel, Melisse
    Stimmungsaufhellend: Johanniskraut
  • Für den Kreislauf:
    Anregend Rosmarin, Enzian (nicht bei Gastritis, Schwangerschaft und Magenempfindlichkeit geeignet)
  • Herzpflegend:
    Weißdorn
  • Für Frauen:
    Frauenmantel, Schafgarbe
  • Fiebersenkend, schweißtreibend:
    Lindenblüte, Holunderblüte

Viele dieser Heilkräuter sind heutzutage bereits aus der Homöopathie in Form von Globuli bekannt.

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