Die Wasser-Temperatur bestimmt die Wirkung.
Die Wasseranwendungen sind in Temperatur und Ausdehnung des behandelten Körperareals genau dosierbar: Die Temperatur des Wassers wird nach der Reaktionsbereitschaft des Patienten bzw. nach der zu behandelnden Krankheit gewählt. Zur Vorbeugung wählt man den kühlen Bereich, da er kräftigere Wirkungen auszulösen vermag. Abgesehen von der Ausdehnung der behandelten Körperregion und der gewählten Temperatur kann die Intensität durch wechselweise Anwendung von Kalt- (kurz dauernd) und Warmreizen (länger dauernd) gesteigert werden.

Wasser – sorgt auch innerlich für Gleichgewicht
Wasser ist Natur, Energiequelle, Heilkraft. Wasser zieht Menschen magisch an – das gilt heute noch genauso wie früher. Allein der Blick auf ein munteres Bächlein, auf das tiefblaue Meer oder einen dunkelgrünen See lässt uns Entspannung finden und Lebensfreude tanken. Zu zwei Drittel besteht der erwachsene Mensch aus Wasser – wir benötigen es, um unsere Körpertemperatur zu regulieren, um Nährstoffe in die Zellen zu schleusen und um Stoffwechselendprodukte wieder abzutransportieren. Schon ein geringer Flüssigkeitsmangel von etwa 5 % des Körpergewichts kann schwere gesundheitliche Probleme auslösen, etwa Muskelkrämpfe und Apathie, beschleunigte Herztätigkeit und Erbrechen. Bereits 15 % Flüssigkeitsdefizit sind tödlich! Ein Erwachsener sollte etwa 2 bis 2,5 Liter täglich an Flüssigkeit aufnehmen – wobei bei körperlicher Anstrengung und Hitze der Bedarf erheblich steigen kann. Flüssigkeit ist auch in vielen Lebensmitteln enthalten – z. B. besonders reichlich in vielen Obst- und Gemüsesorten oder auch in Suppen etc. Ausreichend Wasser zu trinken dient der Gesundheit – und der Schönheit!

Mehr als 100 verschiedene Wasseranwendungen.
Zu den mehr als 100 Kneippanwendungen, die zum Teil kalt, häufig im Wechsel oder warm praktiziert werden, zählen Güsse, Bäder, Waschungen, Wickel und Auflagen, ferner Wassertreten, Taulaufen und Schneetreten.
Mit ihren natürlichen, milden Wirkstoffen schützen sie vor Erkrankungen und lindern viele Beschwerden. Pflanze oder Pflanzenteile zum inneren oder äußeren Gebrauch in Form von Tees, Säften, Dragees, Bade- und Wickelzusätzen, Inhalationen sowie Auflagen und Salben werden als Heilmittel, zur Vorbeugung oder als Pflegemittel eingesetzt.

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